Geocaching

 

Lüderbach in Hessen und Ifta in Thüringen verbindet der Premiumwanderweg P 21 Point India.

 

Auf 14 km, überwiegend durch abwechslungsreiches Offenland, kann die Deutsche Geschichte während des Kalten Kriegs nachempfunden werden. Die Geologie der nordhessischen Mittelgebirgslage, die teilweise unberührte Natur und die Kultur der geschichtsträchtigen Dörfer kann hier direkt erlebt werden.

 

Namensgebend für den P 21 ist der Aussichtsturm Point India auf dem Solberg bei Lüderbach. Der Turm ist das Relikt eines großen US - Militärstützpunktes, erbaut 1984. Das Camp an der damaligen Grenze zur DDR wurde in den 1960er Jahren aufgebaut.  Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 lösten die Amerikaner das Camp 1991 auf und 2001 wurde es auf Anordnung des Landes Hessen zurückgebaut. Einzig der Turm und das vor dem Camp gelegene Trafohäuschen blieben erhalten. Im geöffneten Beobachtungsraum unterhalb der Aussichtsplattform des heute restaurierten Turmes befindet sich eine Dokumentationstafel. 2017 wurde der Turm zum Denkmal erklärt. In der Nähe von Ifta befindet sich noch ein Beobachtungsturm der ehemaligen DDR-Grenztruppen. Das war ein Führungsturm, der bei Grenzverletzungen die Koordination der zuständigen Grenztruppen übernahm, ein Wegabstecher führt dort hin.

 

Am Wanderparkplatz Baumkreuz an der Bundesstraße 7 ist ein Stück der ehemaligen Grenzanlagen erhalten. Dort entsteht seit 1990 nach und nach, direkt am ehemaligen Todesstreifen und der Bundesstraße, das lebende Kunstwerk Baumkreuz. Es ist gleichermaßen Erinnerungsort, Denkmal und Skulptur.

 

Im Dorf Lüderbach steht eine aus dem 15./16. Jahrhundert stammende, offene Kirche. Darin befindet sich der deutschlandweit einzigste komplett erhaltene  spätgotische Beweinungsaltar aus den Eisenacher Werkstätten.

 

Das 1560 gegründete Schloss Lüderbach wurde 170 Jahre lang vom Geschlecht derer von Capella(n) bewohnt. Die von Capella(n) hinterließen auf dem Kirchberg 1779 eine Grabpyramide östlich des Dorfes. Hier liegen die kinderlos verstorbenen Geschwister Adam Friedrich und Friederike begraben.

 

Die Geologie am Weg ist geprägt vom Muschelkalk des Ringgauplateaus und Keuperboden. Der obere Muschelkalk bildet hier deutliche Steilstufen und besteht mancherorts aus Zwergengeld oder Bonifatiuspfennigen, das sind versteinerte Stielglieder von Seelilien. Die findet man im offenen Steinbruch oberhalb der Grill- und Schutzhütte "Auf der Fahne" beschrieben. Eine geologische Besonderheit sind die vielen Keuperhügel, einer davon ist der "Kahle Berg" bei Ifta. Auf dem nährstoffarmen Keuperboden wachsen nur anspruchslose Kräuter und Gräser, die heute sehr selten geworden sind. Sie finden hier einen idealen Rückzugsraum.

 

Hier sind seit 1. März 2019 insgesamt 43 PETlinge + Bonus ausgelegt worden, die gilt es zu finden und hier ist  der Link dazu.

 

Wir freuen uns sehr, dass Geocaching den P21 Point India entdeckt hat und wünschen den Aktiven viel Spaß und Freude beim Wandern, Suchen, Finden und Loggen.